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Seine Geschichte

Das Schloss von Celles, mit dem Beinamen von Vêves, ist als außergewöhnliches Bauwerk klassifiziert und gehört zu den bemerkenswertesten Festungsbauten aus dem 15. Jahrhundert.

 

Die ersten Bauarbeiten an dem Schloss gehen laut Überlieferungen und Chroniken bis auf die Epoche von Pepin de Herstal (670-714) zurück, der diesen Ort wegen der Nähe zu Saint-Hadelin und der strategisch günstigen Lage an dem Hügel gewählt haben soll, der die Straße von Dinant in Richtung Rochefort überragt.

 

Die Gebäude, die 1200 zerstört und 1230 wiederaufgebaut wurden, brannten zu Beginn des 15. Jahrhunderts fast gänzlich ab und wurden nach dem Brand wieder instand gesetzt. Das Schloss blieb fortan bis zum Ende des Mittelalters eine Burg.

 

Während der Renaissancezeit wurden die Burggebäude komplett umgebaut; später dann, unter Louis XV, wurden weitere Änderungen vorgenommen, insbesondere an der Inneneinrichtung, den Holzvertäfelungen, Alkoven und Außenfenstern. Die Grundform des Burgkomplexes gleicht einem unregelmäßigen Dreieck, umschlossen von vier großen und zwei kleineren Türmen.

blason

Seine Bewohner

Ab dem 12. Jahrhundert vermischte sich das Schicksal des Lehensguts von Celles-Vêves mit der Geschichte der Sires de Beaufort und deren Nachkommen, den Grafen von Liedekerke Beaufort de Celles. Wauthier de Beaufort (verstorben 1196), der durch die Vermählung mit Ode de Bretagne der Herr von Celles wurde, änderte durch Hinzufügen eines typisch bretonischen Hermelinschwanzes das Wappen seiner Vorfahren. Im Jahr 1187 nahm Théodore de Celles am dritten Kreuzzug teil.


Im Jahr 1466 nahm Louis de Beaufort an der Belagerung von Dinant teil, als diese Stadt von Charles le Téméraire zerstört wurde. Sein Sohn und seine Gemahlin ruhen unter einem sehr schönen Grabstein in der Kirche von Celles.


1609 entdeckte ein Holzfäller in dem Stamm einer von ihm gefällten Eiche die Statue der Heiligen Jungfrau, die daraufhin in das Schloss von Vêves gebracht wurde und zahlreiche Wunder bewirkt haben soll.

 

Dort, wo einst die Eiche stand, haben die Herren von Beaufort eine heilige Stätte errichten lassen, auf der später die heutige Kirche Notre-Dame de Foy erbaut wurde, die ein wichtiger Pilgerort ist. Die Gräfin Marie-Robertine de Beaufort, die den Baroninnentitel von Celles erbte, heiratete im Jahr 1761 Jacques-Ignace de Gavre, den Grafen von Liedekerke. Ihr Sohn, Hilarion de Gavre, der erste Graf von Liedekerke Beaufort, Baron von Celles, Marschall am Hof des Königs der Niederlande, heiratete Julie, Tochter des Vicomte Desandrouin, Schatzmeister der Österreichischen Niederlande, und Enkelin des Grafen von Neny, Ratspräsident der Österreichischen Niederlande.


Ihr Sohn, Auguste von Gavre, Graf von Liedekerke Beaufort de Celles (1789-1855), Botschafter der Niederlande für die Kirchenstaaten, heiratete 1813 Charlotte (1792-1822), die Tochter der Marquise de la Tour du Pin Gouvernet, geborene Henriette-Lucy Dillon. Die Familie la Tour du Pin ist eine Nachkommenschaft der ehemaligen Herrscher der Dauphiné. Die Marquise de la Tour du Pin Gouvernet schrieb das "Tagebuch einer 50-jährigen Frau", in welchem sie mit viel Talent ihre Erinnerungen als Hofdame von Marie-Antoinette festhielt und die dunklen Stunden des Terrors und ihrer Auswanderung nach Amerika beschrieb.


Der Großvater von Charlotte, Jean-Frédéric de la Tour du Pin, der letzte Kriegsminister von Louis XVI, sagte während ihres Prozesses zugunsten der Königin Marie-Antoinette aus und wurde am 28. April 1794 auf dem Schafott hingerichtet. Ihr anderer Großvater Arthur, Comte Dillon erlitt am 13. April 1794 das gleiche Schicksal.

 

Der Sohn von Auguste, Hadelin de Gavre, Graf von Liedekerke Beaufort de Celles, war sehr engagiert in der belgischen Politik. Er verhandelte unter anderem das Konkordat zwischen Österreich und den Kirchenstaaten.

 

Sein Sohn, der Graf Aymar (1846-1909) und sein Enkel, der Graf Hadelin (1887-1974) lebten zwar nicht auf dem Schloss, hielten es aber immer instand.

 

Um die Zukunft des Schlosses zu sichern, gründete Graf Hadelin eine asbl, um den Familienbesitz der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die asbl wurde von dem Grafen Christian de Liedekerke Beaufort (1927-1992) geleitet. Unter seiner Schirmherrschaft wurden zwischen 1969 und 1979 mit staatlicher Hilfe umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt.

 

Seit 1986 kümmert sich sein Sohn, der Graf Hadelin de Liedekerke Beaufort (*1955) um die Führung der asbl, deren Ziel es ist, dieses familiäre und historische Erbe zu bewahren.



Seine Restaurierung

Während der Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1969 bis 1979 wurde besonders viel Wert auf die Innendekoration des Schlosses gelegt. So können sich die Besucher heute auf eine authentische Zeitreise begeben und sich die verschiedenen Epochen vom Mittelalter bis heute bildlich vor Augen führen.

 

Den einzelnen Räumen des Schlosses wurden dank des originalen Mobiliars aus dem 18. Jahrhundert, das die Gräfin Athénaïs de Mortemart dem Grafen Comte Hadelin schenkte, wieder Leben eingehaucht.

 

Dieser beauftragte seine Ehefrau mit der Instandhaltung und Inneneinrichtung des Schlosses von Vêves, um die Aufgabe weiterzuführen, die von den früheren Generationen begonnen wurde.

 

Einige Details werden den Besucher sicher schmunzeln lassen.

 

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